Rezept für Sauerteigbrot

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Hallo meine Lieben,

jetzt hat auch mich das Brotbackfieber ereilt. Bisher habe ich immer nur kleine Bürlis aus dem Thermomix gebacken aber nachdem ein Bräter von Le Creuset bei mir eingezogen ist, wollte ich auch mal Brot im gusseisernen Topf backen. Ich habe im folgenden Rezept auch beschrieben, wie ihr das Brot ohne Bräter backen könnt.

INFO: Mein Bräter hat ein Fassungsvolumen von 3,3 Liter – kleiner sollte euer Bräter für dieses Rezept nicht sein.

Das Internet ist voll von den leckersten Brotbackrezepten und es war wirklich schwer, mich zu entscheiden. Letztendlich habe ich mich für ein Brot mit Sauerteig entschieden. Auch hier gibt es die unterschiedlichsten Tipps und Rezepte. Ich werde euch mal von MEINEM Sauerteigbrot berichten.

Ansetzen von Sauerteig

Vorab: Sauerteig wird über mehrere Tage liebevoll gefüttert ehe er am 4. Tag zu Brot gebacken wird. Empfohlen wurde in einem Rezept, dass man den Teig in einer Schüssel mit verschlossenem Deckel züchten soll. An anderer Stelle hatte ich gelesen, dass es genügt, die Schüssel mit einem Tuch abzudecken und wiederum in einem anderen Rezept stand, dass man den Deckel nur auf die Schüssel legen aber nicht fest verschließen soll.

Die Tuch-Variante  in der Aluschüssel hat bei mir nicht funktioniert, da der Teig nach einem Tag an der Oberfläche hart wurde. Ich habe ihn dennoch weitergefüttert, den Teig jedoch in eine Tupperschüssel umquartiert und nur den Deckel draufgelegt aber nicht fest verschlossen. Das hat wunderbar funktioniert. Ich denke, man muss es einfach ausprobieren.

Auch bei den Temperaturen fand ich unterschiedliche Angaben. Die einen schreiben von Zimmertemperatur, die anderen erwärmen den Teig über Tage hinweg mit einer Lampe oder ähnlichem. Bei mir hat Zimmertemperatur (ca. 20-22 Grad) vollkommen ausgereicht.

Tag 1: 50 Gramm Roggenmehl und 50 ml lauwarmes Wasser mit einer Gabel in einer Schüssel verrühren und den Teig 24 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Tag 2: Wieder 50 Gramm Roggenmehl und 50 ml lauwarmes Wasser hinzufügen, mit einer Gabel verrühren und den Teig 24 Stunden ruhen lassen.

Tag 3: Dieses mal 100 Gramm Roggenmehl und 100 ml lauwarmes Wasser zugeben, mit einer Gabel verrühren und den Teig weitere 24 Stunden ruhen lassen.

Tag 4: Jetzt wird’s spannend denn nun wird gebacken. Zum angesetzten Teig nun

  • 200 Gramm Roggenmehl
  • 400 Gramm Weizenmehl
  • 200 ml Wasser
  • einen halben Hefewürfel
  • 1 EL Brotgewürz
  • 2-3 TL Salz

hinzufügen und kneten. Wer einen Thermomix besitzt, hat es jetzt leicht. Einfach die Zutaten in den Thermomix geben und 3 Minuten kneten lassen. Es entsteht eine klebrige Teigkugel, die ihr nun in eine mit Mehl bestäubte Schüssel füllt, mit einem Tuch abdeckt und für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lasst. Ich habe den Teig in eine Aluschüssel gepackt und bei ca. 20 Grad in den Backofen gestellt Auf dem zweiten Foto seht ihr, wie sich der Teig nach 30 Minuten merklich vergrößert hat.

Nachdem der Teig aufgegangen ist, wird er auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmal von Hand durchgeknetet.

Je nachdem, ob ihr im Bräter oder in einer Brotform weiterbacken möchtet, entsprechend den nächsten beiden Abschnitten verfahren.

Backen im Bräter

Bevor wir beginnen noch ein wichtig Hinweis zur Backtemperatur: Nicht alle Töpfe sind bis 250 Grad hitzebeständig – bitte unbedingt auf die Herstellerangabe achten.

Wer im Bräter backen möchte, soll den Teig nochmal in eine Schüssel geben und ihn an einem warmen Ort 2 bis 4 Stunden gehen lassen und dann aus dem Ofen nehmen und zugedeckt lassen. Der Teig hat nun ordentlich an Volumen gewonnen:

Dann den Backofen mit dem Bräter bei 250 Grad vorheizen. Der Bräter muss richtig heiß sein wenn das Brot hinein kommt. Dieser Aufheiz-Vorgang dauert eine gute halbe Stunde. Nun den Teig zu einem Brotlaib formen und in den heißen Bräter fallen lassen und wie folgt backen:

  • 7 Minuten bei 250°C mit geschlossenem Deckel,
  • 35 Minuten bei 230°C mit geschlossenem Deckel, dann Deckel abnehmen und ca.
  • 10 Minuten bei 230°C ohne Deckel fertig backen bzw. bräunen lassen.

Auf keinen Fall vorher den Deckel heben. Ja, ich weiß, das ist nicht einfach aber nehmt euch gefälligst zusammen. Es wäre nämlich schade, wenn der Dampf aus dem Topf entweicht und ihr deshalb keine tolle Kruste bekommt.

Backen im Ofen

Wer das Brot ohne Bräter backen möchte, soll nun den Teig zu einem Brotleib formen und in eine gefettete Backform setzen (auch Kastenform ist möglich). Die Oberfläche des Teiges mit einem Messer einritzen und nochmals abgedeckt an einem warmen Ort (2 bis 4 Stunden) gehen lassen. Nun hat sich der Teig deutlich vergrößert. Backofen nun auf 200 Grad vorheizen, 10 Minuten bei 200 Grad backen und dann nochmal weitere 30 bis 35 Minuten bei 170-180 Grad backen. Diese Methode habe ich nicht ausprobiert aber im Internet nach den Backzeiten recherchiert.

Das Ergebnis

Ich hatte ja ein bisschen Schiss, dass es ein Reinfall wird nachdem sich der Teig nicht so leicht aus der Schüssel löste als ich ihn in den Bräter plumsen ließ aber meine Bedenken waren vollkommen umsonst. Das Ergebnis war ein richtig saftig-fluffiges Brot mit einer wahnsinnig knusprigen Kruste:

Das Einzige, was ich beim nächsten Brot verbessern werde, ist, dass ich statt 2 TL Salz noch ein Löffelchen mehr dazugebe. Brotbackgewürze gibt es viele. Ich habe dieses hier verwendet:

Die Kontaktdaten zum Bremer Gewürzhandel seht ihr auf der Verpackung. Falls ihr da bestellt, dann solltet ihr gleich das Spaghettigewürz und unbedingt das Currypulver Indisch-Madras gemahlen mitbestellen. Wer nämlich meine Napolisoße und das Schaschlik nachkochen möchte (Rezepte demnächst auf’m Blog) braucht das Currypulver bzw. das Spaghettigewürz. Ich habe beim Bremer Gewürzhandel schon einige Gewürze bestellt und bin von der Auswahl und der Qualität sehr begeistert.

Dieses Rezept kann übrigens auch mit Dinkel- statt mit Weißmehl gebacken werden. Durch Zugabe von Früchten, Nüssen oder geschrotetem Getreide kann es nach Belieben abgewandelt werden.

Grundteig wieder verwenden

Ihr könnt übrigens bevor ihr das Brot backt, eine kleine Portion des angesetzten Sauerteigs für das nächste Brot abzweigen. Dieser kleine Teig kann dann ca. 1 bis 2 Wochen im Kühlschrank leben.

Ihr müsst dann nur noch einen Tag bevor ihr das nächste Brot backt 200 Gramm Roggenmehl und 200 ml lauwarmes Wasser in den Sauerteig rühren und 12 Stunden in einer Schüssel mit Deckel ruhen lassen. Am vierten Tag könnt ihr backen und wieder etwas von dem Teig abzweigen.

Sauerteig wird im Laufe der Zeit nämlich immer wertvoller weil er immer reifer wird. Solche Aktionen lohnen sicher aber nur für Leute, die wirklich viel backen und die genau wissen, wie sie den Grundteig behandeln müssen.

Ich wünsche euch einen guten Appetit.

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Na, hat dir das Rezept geschmeckt? Besuch mich doch auch auf meinen Lifestyleblog https://wiggerlsworld.wordpress.com denn dort warten neben ein paar Rezepten spannende Berichte über Beauty, Reisen, Fashion u.v.m. auf dich.

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